IT-Organisation

Obwohl es auf der Hand liegt, wird im Tagesgeschäft der IT oft vernachlässigt, dass für anstehende oder regelmäßige Aufgaben ausreichende Ressourcen mit adäquaten Kompetenzen bereit stehen müssen. Häufig werden einfach die gerade verfügbaren Mitarbeiter eingesetzt, statt gezielt die Anforderungen gegen die vorhandenen Skills abzugleichen. Zudem sind oft die verfügbaren Fähigkeiten in der IT-Organisation gar nicht bekannt oder zumindest nicht dokumentiert. Ebenso häufig ist die Ressourcen Planung nicht ausreichend genau oder gar nicht vorhanden.

Für beide Bereiche (Fähigkeiten und Verfügbarkeit) lassen sich relativ einfach entsprechende Maßnahmen zu Schaffung der Transparenz aufbauen. Idealerweise werden diese permanent aktualisiert und zentral verwaltet. Eine typische Herausforderungen in der IT ist der Zwiespalt zwischen temporären Projektstrukturen und dauerhaftem Support. Hier gilt es einerseits ausreichend Ressourcen für den permanenten und daher eher planbaren Supportbedarf bereit zu stellen und trotzdem genug Luft, um bei schwankenden Projektbedarfen flexibel agieren zu können. Anderseits muss darauf geachtet werden, dass die internen Ressourcen weder durch dauerhaften Betrieb oder durch dauernde Projektbelastung noch durch dauerhafte Doppelbelastung mit Betrieb und Projekt ausgelaugt werden.

Dies gelingt nur durch aktive Kommunikation und flexible Organisationsstrukturen in der IT. Dabei sind heute aktuelle Trends und Entwicklungen der Gesellschaft zu berücksichtigen. Junge IT-Mitarbeiter, sog. „Digital Natives“, „funktionieren“ anders als „alte Haudegen“. Generell jedoch scheint der Trend, dass über Vertrauen und Werte mehr erreicht werden kann, als über die Kontrolle der Regeleinhaltung (was nicht heißt, dass es keine Regeln geben soll!).

Wer aber glaubt, dass IT-Organisation an den Grenzen der IT-Abteilung aufhört, der täuscht sich. Ein entscheidender Erfolgsfaktor einer funktionierenden IT ist die Einbindung und Einbeziehung der Fachabteilungen. Das Stichwort Key-User-Konzept kennt jeder, doch bei der konsequenten Umsetzung scheitern viele IT-Abteilungen, weil ihre Position zu schwach ist. Heute muss die IT andere Aufgaben übernehmen als früher. Es sind nicht nur Umsetzer gefragt, sondern „Prozess-Coaches“, die auch auf betriebswirtschaftlicher Ebene mitsprechen können.

Dies alles gelingt nur, wenn die IT-Organisation ganz eng mit der IT-Strategie verzahnt ist.